Darauf kommt es an

Gestrandet wohl nach langer wilder Fahrt, im Gepäck die Teilzeitschuld,

die sich jetzt offenbart. Zu Lasten der Unantastbarkeit,

zu schultern ist die Menschenwürde, für den Nackengriff bereit.

Das Zappeln in den Mainhalls, zum progressiven Dance,

das Schieben der ruhigen Laserkugel in die endlose Dekadenz.

Darauf kommt es letzten Endes an, darauf kommt es letzten Endes an.

 

Keinen Beifall, nur ein feiges Stückchen Trost, der Brückenkopf

ist klug genug, sein Township hat gelost. Der Schreibtischtäter bringt sich

selber um, im Täter- Opferausgleich bleibt der Angeklagte stumm.

Man schickt dich in die Wüste mit salzgetränktem Brot, dein

Anstandszungenkuss schmeckt bitter, harte Zeiten bis zum Tod.

Darauf kommt es letzten Endes an, darauf kommt es letzten Endes an.

 

Das Steuerloch ist brechendvoll und stöhnt, das Defizit liegt oben ohne,

wird vom Sparpaket verwöhnt. Die Zielfahnder sind mitten unter uns,

nichts entgeht ihnen, auch nicht du, Big brother is watching you.

Statistiken sind zum Fälschen da, man glaubt ihnen ungesehen,

die Standortverwaltung hat Haushaltstag, zum Subbotnik will sie gehen.

Darauf kommt es letzten Endes an, darauf kommt es letzten Endes an

 

Vier-drei Rechner nach deutschem Steuerrecht, Ich- AG´ler sind

außer sich, beim Ausschreibungsgefecht. Das Rednerpult im Blubbertag

brennt seit Stunden lichterloh, man hört den Aufschlag der

Angstschweißtropfen nach heißer Laudatio.

Darauf kommt es letzten Endes an, darauf kommt es letzten Endes an.

 

Manuskript und Musik: Daniel Albinus

 

 

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